Sonntag, 27. april 2008

Guten Tag!!

 

Jetzt bin ich in Tasmanien auf der Farm vom Gretschmann Joe :-). Und es gibt sehr, sehr viel zum erzählen, aber ich muss mich einfach kürzer halten! Am Mittwoch 7 Uhr legte die Spirit of Tasmania in Devenport an, wir schauten dann noch ein bisschen länger auf dem Schiff rum, auch wie es wieder entladen wird. Und da ist uns dann auch schon der Van der Elgaar Farm aufgefallen! Aber wir wurden nachmittags dann von Joe und Antonia selber abgeholt, solange haben wir Devenport angesehen … Als uns die beiden am Mittwoch abgeholt haben, wurde mir schon klar, dass das dort sehr, sehr nett wird. Antonia und Josef sind so freundlich und wir hatten schon sehr viel zu reden, auf dem halbstündigen Weg zur Farm. Die Farm liegt ca. 14 km von Deloraine (2.500 Einwohner) entfernt, der nächste Ort auf der Landkarte ist ca. 2 km weg, dieser Ort hat aber nur 2-3 Häuser! Also wir wohnen hier „irgendwo im nirgendwo“ – soll aber nichts schlechtes heißen … Zur Farm zählen ca. 150 ha Feld (alles an einem Stück ums Haus herum) und da wird so viel Verschiedenes angebaut, von Hafer über Mais zu Grünklee usw. usw.! Man könnte wirklich so viel über die Elgaar Farm schreiben. Auch dazu gehört eine ziemlich große Käserei. Jede Woche geht eine Lieferung nach Melbourne um dort Kunden zu beliefern, die Produkte von der Farm wollen, zweimal wöchentlich eine Lieferung nach Hobart! Nicht zuletzt leben hier auch 140 Kühe … Als wir hier ankamen, bekamen wir erstmal unsere Zimmer, irgendwie einfach, aber cool! Dann hat uns Josef seine Farm gezeigt und da lernten wir auch die Söhne kennen. Drei wohnen zu Hause, Josef (28, 2 Söhne), Richard (17) und Andreas (14), alle sind auch an der Farm beteiligt, also es ist hier nicht industriell, alles privat in der Familie und sehr persönlich! Außerdem lernten wir vorgestern noch Anton (26, 6 Kinder) kennen, heute ist noch Alex gekommen und dann gibt es noch eine Tochter (22, studiert in Launceston). Also alles in allem, eine sehr große Familie. Seit Mittwochabend gibt es dann für uns wieder was „richtig gscheids“ zum Essen :-)! Das meiste kommt natürlich vom Hof und schmeckt super … Freitag haben wir dann auch gleich ein wenig gearbeitet! Eigentlich wollte ich mit dem Spatenpflug aufs Feld fahren, aber dieser hatte dann defekte Kugellager und die habe ich dann mit Jaki gewechselt. Sonst hat uns Josef wieder ein bisschen die Farm gezeigt und wir halfen auch seinem Sohn Josef! Die Söhne sprechen übrigens auch alle bairisch, das will die Familie beibehalten :-), finden wir super … Die Abende waren bis jetzt immer ziemlich lang, weil es sehr viel zu reden gibt, über Böbing und Umgebung, Deutschland und natürlich auch über Tasmanien bzw. Australien! Gestern, Samstag wollten wir dann eigentlich zum Stall aufstehen, haben aber voll verpennt … Das Wetter war gestern sehr regnerisch, so sagte Joe kurzerhand, dass wir sein Auto haben können, weil keine richtige Arbeit anstand! So sind wir zu den nahe gelegenen Kalkhöhlen gefahren und haben dort eine Führung mitgemacht … Die Höhle ist superschön, vor allem die Glühwürmchen an den Decken. Danach fuhren wir dann an einem Wildlife Park vorbei, da war uns aber das Wetter zu schlecht und wir fuhren wieder zurück auf die Farm! Aber einfach durch Tasmanien mit dem Auto fahren ist schon sehr interessant … Am Abend schafften Jaki und ich es dann, mit Josef den Stall zu machen. Aber die Stallarbeit ist hier nicht schlimm, die Kühe sind sehr brav und mit dem Melkstand geht es schnell. Am Ende haben wir dann noch die ersten Possum’s gesehen, ähnlich wie Eichhörnchen, nur ein wenig größer! Nach dem Abendessen hat es dann wieder länger in den Abend gedauert, die Zeit vergeht hier wieder viel zu schnell :-(. Heute Morgen ging es dann wieder früh raus, wir haben mit Josef die Kühe vom Feld geholt, was bei so viel Kühen natürlich auch seine Zeit braucht, nach dem Melken gab es dann Frühstück. Und danach bin ich dann mit dem Spatenpflug aufs Feld gefahren um dort einen Teil eines Feldes umzupflügen. Nach dem Mittagessen hab ich dann beim Joghurt machen und abfüllen geholfen, dafür sind Josef’s Söhne zuständig … Währenddessen hat Jaki den anderen Teil des Feldes gemacht und ist aus Versehen mit dem Pflug über die Wasserleitung gefahren, denn auf der Farm ist zu jedem Feld eine Wasserleitung (38 Stück) und diese sind vom Vorbesitzer nicht weit in den Boden gegraben! Ich hab abends dann bei Josef im Stall wieder geholfen und da war dann der Wasserdruck schwächer und nach dem Abendessen sind Jaki und ich dann nochmals aufs Feld und haben die Wasserleitung zugemacht, so dass wir wenigstens noch duschen konnten :-) … Muss dann die Tage auch repariert werden!!

Morgen ist dann schon wieder Montag und es wird gekäst für die Auslieferungen nach Melbourne und Hobart! Diese Woche wollen wir vielleicht dann noch an die Ostküste von Tasmanien und nach Hobart, aber auch von Donnerstag bis Samstag ist hier ein großes Agrarfest, wo wir auch dabei sein wollen … Naja, ich werde es euch wissen lassen, was wir dann schließlich machen!

 

Grüße von Tasmanien

   Markus
von martla
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