Freitag, 25. april 2008
Hallo !!

Nun gibt es wieder einiges zu erzählen. Das Wochenende war noch sehr ruhig! Am Samstag haben wir erstmal richtig ausgeschlafen und am Nachmittag stand dann mal Fußball auf dem Plan. Denn vor etwa 2 Wochen habe ich unterm Laufen einen Fußballplatz gesehen und dort hatten welche Training, darum habe ich einfach gefragt und letzten Samstag war eben das Spiel! Für uns war es sehr nett, mal wieder Fußball anzuschauen, aber das Spiel war eher mehr zum lachen. Der Platz war „unter aller Sau“ und die Spieler auch mehr oder weniger :-)! Am Sonntagvormittag bin ich dann mit Dani zum Schwimmen gegangen … Nach Mittag haben dann Jaki und ich beschlossen, noch eine Sightseeing-Tour durch Melbourne zu machen, wir hatten von einer Frau erfahren, dass es einen kostenlosen Touristen-Bus gibt. Mit dem sind wir dann eine Runde durch Melbourne gefahren, haben aber festgestellt, dass wir wirklich schon alle Sehenswürdigkeiten gesehen haben. Neben dem Melbourne Museum ist uns aber noch das IMAX 3D-Kino aufgefallen, in dem wir uns noch African Adventure angeschaut haben, ein Film über Afrika und dessen Tiere … In dem Kino hat aber noch der Farmer von Tasmanien angerufen und gemeint, dass wir Mittwoch kommen können, aber er ruft uns dann noch mal an :-). Am Abend ist uns dann aufgefallen, dass wir noch 3 Tage bis dahin haben, wo wir keinen Plan hatten! Zufällig bin ich dann in einem Magazin auf einen Autovermieter gestoßen und wir beschlossen, Montagvormittag vor der Schule dort hin zu gehen. Das geschah dann auch … Uns hat dort alles sehr gut gefallen und es war auch nicht übermäßig teuer, so mieteten wir einen kleinen Camper für 3 Tage! Aber bevor es losging, musste Jaki noch das Zertifikat von der Schule holen und wir haben uns noch mal mit den Taiwanesen getroffen und sind noch ein letztes Mal zum Essen gegangen – Chinesisch diesmal :-), war wiederum sehr lecker!! Nach dem Essen sind wir aber dann gleich heim, packten die Sachen zusammen und fuhren nach Wilsons Promontory, ein großer Geheimtipp vieler Australier. Aber bis dorthin war ein ziemlicher langer Weg, insgesamt 3,5 h Fahrtzeit. Wir haben uns natürlich gleich schon in Melbourne verfahren. Aber gegen Abends 7 Uhr hatten wir dann genug und stellten uns in Yanakie (auf der Karte ein größeres Dorf, aber vielleicht 30 Einwohner) ans Meer, kochten was, tranken ein Bierchen und genossen Australien!! Am nächsten Morgen stellte ich den Wecker auf 7 Uhr, einmal wegen dem Sonnenaufgang und wir wussten, dass es ein langer Tag wird. Von Yanakie an das Informationscenter von Wilsons Promontory waren es dann noch mal ca. 30 km, aber dort sahen wir dann schon, was das „Prom“ alles zu bieten hatte, an der Straße waren viele Kängurus, die nicht scheu waren, die Landschaft war einfach nur klasse und total unberührt … Insgesamt machen wir dann 3 Wanderungen. Die erste (Loo-Earn-Track), war an einem kleinen Fluss entlang zum Meer. Der Strand war super schön und da ich schon lang nicht mehr im Meer war und Jaki noch gar nicht, wollten wir da rein, hatten zwar unsere Badehosen im Auto vergessen, aber da nicht viele Leute da waren, gingen wir einfach mit den Boxershorts rein! Der zweite Weg führte uns dann hoch auf den Mt. Oberon, ein Berg mit einer Wahnsinns-Aussicht auf „nur“ ca. 520m, aber da er sehr nah am Meer war, sah man wirklich die super schöne Landschaft. Die dritte Wanderung nannte sich Lilly Pilly Gully Circuit und ging durch den Wald, aber die Wanderung war sehr schön, nur hat die Frau an der Information gemeint, dass wir vielleicht Koalas sehen könnten, soviel Glück hatten wir aber leider nicht :-(. Am Nachmittag, nach mindestens 15 km wandern, machten wir uns dann auf den „Heimweg“, hatten beschlossen die Nacht auf Philip Island zu verbringen, was ungefähr 2 Stunden von Prom entfernt ist! So fuhren wir ca. gegen 3 Uhr los, machten aber noch einen Stopp am „Squeky Beach“ – Quietschender Strand, und der quietscht wirklich wenn man einfach nur entlang geht! Gegen 6 Uhr kamen wir dann auf Philip Island an und kochten bei Sonnenuntergang mal wieder Nudeln mit Tomatensauce. Aber man muss sagen, so ein Camper ist wirklich gut ausgerüstet, man kann kochen, sich waschen, schlafen … Man hat eigentlich alles was man braucht!! Abends sind wir dann noch nach Cowes gefahren, die größte Stadt auf Philip Island, aber da war wirklich tote Hose. Heute früh klingelte dann der Wecker wieder um 7 Uhr und es stand erstmal Laufen am Strand auf dem Plan und danach das Frühstück! Um ca. 9 Uhr wollten wir einfach noch mal schauen, was man auf der Insel noch alles machen könnte, da wir aber nicht genug Zeit hatten, wegen der Fähre abends nach Tasmanien, fuhren wir dann Vormittag wieder zurück nach Melbourne! Unseren Camper gaben wir dann ab und packten alle Sachen zusammen für die Fahrt nach Tasmanien … Zum Glück fuhr uns Davina dann noch an den Hafen. Beim Einchecken gab es dann leichte Probleme, da Jaki als Lastwagenfahrer umsonst ans Schiff kam und die das irgendwie nicht einsehen wollten. Hat aber dann irgendwie geklappt und so bin ich jetzt auf der „Spirit of Tasmania“ und schreibe meinen Bericht aus einer Schiffs-Kabine (wir haben gerade starken Seegang) aus. Eigentlich sollte ich auf einem Sitz sein, aber da in Jaki’s 4-Bett-Kabine sonst keiner schläft, bin ich jetzt auch da, ist viel gemütlicher und wir können uns nun zu zweit vier Betten teilen, in Melbourne musste wir uns ja ein Bett teilen :-(, aber ich hab es überlebt! Die Fähre ist riesengroß (mehr als 500 Autos haben Platz) und schifft jeden Tag von Devenport nach Melbourne in 9 Stunden. Außerdem ist heute Mittwoch und es sind sehr wenig auf dem Schiff und wir haben alles „fast für uns alleine“. Morgen um 7 Uhr legen wir dann in Devenport an, verbringen da den Vormittag und dann nimmt uns der Farmer mit auf den Hof, wo wir dann für ein oder zwei Wochen arbeiten und dann noch Tasmanien anschauen wollen …
Man sieht schon, ich habe wieder viel erlebt in den letzten Tagen, aber man muss so viel weglassen, sonst würde ich die ganze Schiffsfahrt durchschreiben! Wie Tasmanien dann ist, verzähle ich in ein paar Tagen …

Grüße von da Fähre Melbourne – Devenport
   Markus
von martla
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